Energiesparhaus
Als Energiesparhaus wird ein Haus bezeichnet, das verglichen mit einem Durchschnittshaus, viel weniger Energie für Warmwasser und Heizung verbraucht. Seit einigen Jahren ist sogar ein Standard für Neubauten bei der EnEV (Energiesparverordnung) festgelegt. Allerdings wird nicht weiter benannt, wie viel Energie durch das Energiesparhaus eingespart werden muss.
Auf jeden Fall ist es in der heutigen Zeit sinnvoll, über die vom Gesetzgeber geforderten Mindeststandards hinauszugehen, um auch in Zukunft noch umweltbewusst, energieeffizient und auch behaglich im Energiesparhaus wohnen zu können.

Welche Arten Energiesparhaus gibt es?
Der Begriff Energiesparhaus dient nur als Überbegriff und nicht als Bauvorhaben. Als Baukonzepte gelten das 3-Liter-Haus, das Passivhaus, das Niedrigenergiehaus und das Nullenergie-Haus. Für diese Baukonzepte gelten ganz klare Grundlagen, die beim Neubau eingehalten werden müssen. Das sind festgelegte Messwerte für den Energieverbrauch von Warmwasser und Heizwärme und auch genaue technische Anforderungen für Fenster und Dämmung, Kühlung und Lüftung müssen erfüllt sein, um den Titel Energiesparhaus tragen zu können.
Verschiedene Auflagen für ein Energiesparhaus
Bei einem Niedrigenergiehaus darf der Heizwärmebedarf höchstens 70 Kilowattstunden betragen. Das sind umgerechnet sieben Liter Heizöl oder sieben Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter und Jahr. Das 3-Liter-Haus hat die Auflage, nur so viel Primärenergie pro Quadratmeter und Jahr zu verbrauchen, wie 3 Liter Heizöl enthalten. Als Passivhaus darf sich ein Gebäude ohne aktives Klimatisierungs- und Heizsystem bezeichnen. So ein Energiesparhaus verbraucht etwa 90 Prozent weniger Energie, als ein durchschnittliches Gebäude. Die Nullenergiehäuser verbrauchen noch weniger kostbare Energie als Passivhäuser. Allerdings wurden von dieser Art Energiesparhaus bislang nur wenige fertig gestellt, da sie in der Herstellung sehr teuer sind.
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de




